Inhalt:
Der Elo, eine Neuzüchtung
Besonderheiten der Elo-Zucht
Die Entstehungsgeschichte des Elos
Die Entstehung des Klein-Elos
Die Elo-Zucht mit eigener Forschung
Zuchtziele
Gesamterscheinung
Behaarung
Größe
Der Elo, eine Neuzüchtung
Der Hund ist das älteste Haustier des Menschen. Verschiedene Zuchtziele führten
zur Entstehung der zahlreichen heute bekannten Hunderassen. Die Lebensweise
der Menschen hat sich in Europa jedoch während der vergangenen Jahrzehnte stärker
verändert als in den Jahrhunderten zuvor. Dadurch haben sich die Anforderungen
einer großen Bevölkerungsgruppe an das Haustier Hund gewandelt und können von
den traditionellen Hunderassen oft nicht erfüllt werden. Viele Hundeliebhaber
wünschen sich einen Gefährten, der nicht unter dem heute oft beengten Lebensraum
leidet, umgänglich mit Kindern, wachsam, jedoch nicht zu bellfreudig, nicht
aggressiv und von ansprechendem Äußeren ist. Vor allem sollte er nicht zu den
Rassen gehören, die kritische Fachleute als Qualzucht bezeichnen, ebenso nicht
unter rassebedingten Krankheiten leiden, sondern ein robustes Wesen und Erbgesundheit
haben. Leider sind viele der heutigen Rassen durch das Züchten als "Show-Hunde",
also nur nach dem rassetypischen Aussehen, überzüchtet. So entstand die Idee,
eine neue Hunderasse nach Charaktereigenschaften als kindergeeigneter Familienhund
mit einem intakten Sozialverhalten, einer guten Erbgesundheit und hoher Reizschwelle
zu züchten.
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Besonderheiten der Elo-Zucht
Aufgrund des Markenschutzes dürfen Elos nur mit Zustimmung der Begründer des
Elos gezüchtet werden. Die Kontrolle und die Überprüfung der angehenden Zuchthunde,
insbesondere Verpaarungen, unterliegen allein der Familie Szobries oder der
von ihnen beauftragten, kompetenten Personen.
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Die Entstehungsgeschichte des Elos
Nachdem die Begründer des "Elo", Marita und Heinz Szobries, jahrelang ein Bobtail-
neben einem Eurasierrudel vergleichend beobachteten, konnten sie enorme Verhaltensunterschiede
zwischen den beiden Rassen feststellen, obwohl beide Rassen unter vergleichbaren
Umweltbedingungen gehalten und von den gleichen Menschen betreut wurden. Auch
das Austauschen einzelner erst wenige Tage alter Welpen von Bobtail- und Eurasier-Mütter
und die Aufzucht in einer gemischten Welpengruppe veränderten nicht das rassetypische
Verhalten. Dies war ein Beweis, daß das unterschiedliche Verhalten zu etwa 80
% angeboren und vererbbar ist und daß der genetische Einfluß bei Hunden doch
wesentlich größer ist als bisher angenommen wurde. Auch innerhalb der beiden
Rassen konnten seltene, besonders wertvolle Wesensbesonderheiten beobachtet
werden, die sich auch weitervererbten. So wurde Anfang 1987 die Idee in die
Tat umgesetzt, insbesondere aus den beiden erwähnten Rassen geeignete Tiere
mit wertvollen Charakteranlagen auszuwählen und die positiven Merkmale des Wesens
und des Äußeren in der Elo-Zucht zusammenzuführen und diese nach den Bedürfnissen
des Hundes und des Menschen als Familiengebrauchshund weiterzuzüchten, mit einem
rassetypischen, instinktsicheren Verhalten, dass in die heutige Zeit auch hineinpaßt,
verbunden mit einer gezielten Zuchtauswahl auf robuste Erbgesundheit. Weil uns
Anfangs ein Eurasier-Rüde fehlte, wurde ein naher Verwandter des Eurasiers,
ein Chow-Chow, hinzugenommen. Als die ersten Kreuzungstiere erfolgreich aufgezogen
waren, kam die Erkenntnis, dass hier die einmalige Chance gegeben war, die Elo-Zucht
mit der Verhaltensforschung zu kombinieren und von Generation zu Generation
Langzeitstudien über die Vererbung von Charakteranlagen durchzuführen. So wurden
die am besten veranlagten Nachkommen, insbesondere der beiden oben genannten
Rassen, zum Aufbau der Neuzüchtung ausgewählt, die den Namen "Elo" bekam. Diese
wird nach einem biologisch sinnvollen Standard, sowohl im Wesen wie im Äußeren,
als Gesellschaftshund, aber auch mit dem Ziel auf Eignung als Rettungshund,
Behindertenhelfer oder als Blindenführhund weitergezüchtet. Die Zuchtergebnisse
wurden dokumentiert, um so die weitere Vererbung von Charakteranlagen verfolgen
und erforschen zu können. Der Name "Elo" (ursprünglich Eloschaboro) ist aus
den Buchstaben der 3 wichtigsten Ausgangsrassen zusammengesetzt und wurde vom
Bundespatentamt geschützt. Jahre später konnte der Beweis erbracht werden, daß
es möglich ist, besonders wertvolles Erbgut von zwei Rassen in der Elo-Zucht
zusammenzuführen und züchterisch zu erhalten. Während Fachleute noch darüber
diskutieren - was beim Hund überwiegend angeboren und vererbbar und was umweltbedingt,
also erworben und nicht vererbbar ist - wurde in der Elo-Zucht systematisch
damit begonnen, die neuesten Forschungsergebnisse aus dem Elo-Projekt, zahlreichen
Befragungen und dem Studium der Fachliteratur in die Tat umzusetzen und eine
gezielte Zuchtauswahl auf Erbgesundheit, Charakteranlagen und rassetypische
Merkmale als Familienhund zu züchten, um den angestrebten Zuchtzielen von Generation
zu Generation näher zu kommen.
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Die Entstehung des Klein-Elos
Jahre später wurde eine Pekinesen-Hündin, die nur wenig mit leiser Stimme bellte
und viele weitere interessante Wesensmerkmale hatte, zwecks züchterischer Erhaltung
ihrer positiven Merkmale mit einem mittelgroßen Spitz verpaart, mit dem Ziel,
durch Einkreuzen dieser Nachkommen mit dem Elo, um diesen auch in einer kleineren
Form zu züchten. Die angenehme, leise Stimme des Pekinesen sollte erhalten,
jedoch die anatomischen Mängel, wie das extrem verkürzte Nasenbein, die kurzen
Beine und einiges mehr weggezüchtet werden.
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Die Elo-Zucht mit eigener Forschung
Aus der ursprünglichen Idee, nur den idealen Familienhund nach rasseähnlichen
Kriterien zu züchten, wurde ein umfangreiches und vielseitiges Unternehmen,
verbunden mit mehreren Forschungsvorhaben, insbesondere Vererbung von Charakteranlagen,
aber auch von äußeren Merkmalen.
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Zuchtziele
Die wichtigsten Zuchtziele waren, langfristig anzustreben, eine erbgesunde,
instinktsichere, kindergeeignete und wachsame Rasse zu züchten mit guten Eigenschaften
als Begleit-, Familien- und Gesellschaftshund. Daneben aber auch bestimmte Linien
mit besonderen Eigenschaften für die Ausbildung aufzubauen, wie z.B. als Behindertenbegleithund.
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Gesamterscheinung
Kräftiger, jedoch etwas gedrungen wirkender, mittelgroßer, stehohriger, im Rücken
etwas länger als schulterhoch erscheinender Hund, mit einer über dem Rücken
gerollt getragenen Rute, von mittlerer Haarlänge in verschiedenen Farbschlägen,
von Halbkörperscheckung bis gescheckt, sowie auch einfarbig weiß mit Tupfern.
Der gut veranlagte Elo hat ein differenziertes Ausdrucksverhalten, ein ruhiges
bis mittleres Temperament und hat ein selbstbewusstes, ausgeglichenes Wesen
mit hoher Reizschwelle. Er ist spielfreudig, kindergeeignet, verträglich mit
anderen Artgenossen und zeigt Desinteresse an Jagen und Wildern.
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Behaarung
In zwei Formen, von mittellangem, pflegeleichtem Fell 1. Form: Glatthaar (Gesicht
und Gliedmaßen kurz behaart, die Behaarung ist vergleichbar mit dem Eurasier)
2. Form: Rauhhaar (Schnauze, Kopf und Füße haben eine etwas längere, teilweise
wellige Behaarung)
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Größe
Groß-Elo: 46 bis 60 cm
Klein-Elo: 35 bis 45 cm
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Zur Zeit (Stand Januar 2008) gibt es ca. 4300 Elos
(von Marita und Heinz Szobries, http://www.elo-ein-toller-hundetyp.de/)